Das Warum!
von Natalie Brosch

Alles begann 2014 mit dem Blog „Heimatliebe Westerwald“. 


Seitdem setze ich mich kontinuierlich für einen antifaschistischen Westerwald ein. Ich habe Lesungen organisiert, 
Projekte angestoßen und Spenden gesammelt, unter anderem zur Unterstützung von Sea-Watch, 
die ich auch ehrenamtlich mit kleinen gestalterischen Arbeiten begleitet habe.

Seit 2009 lebten wir in Oberahr, einem kleinen Dorf im Westerwald. Über die Jahre mussten wir jedoch eine zunehmende politische Verschiebung nach rechts beobachten. Parallel dazu wurden wir selbst Ziel wiederholter Anfeindungen und Übergriffe: aufgeschlitzte Reifen, Sekundenkleber in Türschlössern, nächtliche Störungen, Manipulationen an unseren Fahrzeugen und unserem Eigentum. Über Monate hinweg wurde uns deutlich gemacht, dass wir beobachtet und eingeschüchtert werden sollten. Trotz Sicherheitsmaßnahmen konnten wir niemanden identifizieren.

Diese Erfahrungen hatten erhebliche Auswirkungen auf unsere psychische Gesundheit. 
2020 sind wir schließlich aus Angst und Überforderung Hals über Kopf weggezogen 
und haben in Nassau ein neues Zuhause gefunden.


Das Haus in Oberahr konnten wir jedoch aufgrund verschiedener Krisen nie wie erhofft verkaufen. 
Nach einer schwierigen Zwischenzeit, unter anderem mit problematischen Mietverhältnissen, 
stand für mich Anfang dieses Jahres ein Entschluss fest: 
Dieses Haus soll nicht aufgegeben werden – sondern zu einem Ort der Demokratie werden.


So entstand die Idee für das Projekt „Haus der Vielen“.

Ziel ist es, im Westerwald einen offenen, sicheren Raum zu schaffen – einen Ort für Begegnung, Austausch und 
demokratisches Engagement. Einen Safe Space für Menschen, die sich zunehmend verdrängt fühlen. 
Inzwischen sind rund 25 Menschen aktiv an der Entwicklung beteiligt. Es entstehen zahlreiche Ideen, 
darunter ein Podcast, ein Twitch-Format sowie ein Onlineshop, um langfristig eine eigenständige finanzielle Basis aufzubauen.
Aktuell befinden wir uns in einer Übergangsphase, die wir über Crowdfunding finanzieren. 

Die laufenden Kosten für das Haus stellen dabei eine große Herausforderung dar. Gleichzeitig ist uns bewusst, 
dass wir das Projekt rechtssicher und nachhaltig aufbauen müssen – nicht zuletzt, weil wir mit Gegenwind rechnen.


Das „Haus der Vielen“ ist für viele Beteiligte bereits jetzt ein Hoffnungsträger. 
Wir möchten im Westerwald aktiv einen Gegenpol schaffen und zeigen, dass demokratische, 
solidarische Räume auch im ländlichen Raum bestehen und wachsen können.

Zum Crowdfunding: www.gofundme.com/f/das-haus-der-vielen-mitten-im-westerwald

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